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Kreisel
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So motiviert sind nicht wenige bereits im 1.Semester: Die Konstruktionsaufgabe eines Kreisels wurde durch Vorversuch mit ausführlicher Dokumentation (Diagramm) untermauert. Wie lange läuft der Kreisel mit Kugellagerung länger als mit Spitzenlagerung bzw. Gleitlagerung?
Dazu wurde auf eigene Initiative und Kosten zwei Miniaturlager bestellt, Adapterwellen gedreht und ein Holzaufbau gebastelt. Die auf dem Experimentierbrett gesteckte Schaltung endet an einem Helligkeitssensor, während die von der Elektronik verstärkten Impulse von dem Multimeter in Tacho-Modus gezählt werden. Auf dem Rotationskörper wurden zwei Streifen mit schwarzem Klebeband angeklebt. Die Anzeige von 70 bedeutet also 35 Umdrehungen pro Sekunde. VIDEO: bitte auf Bild oben doppelt klicken! Übrigens lautet das Ergebnis: Mit Kugellagerung läuft er 3 mal so lange, sowohl senkrecht wie waagerecht positioniert. Eine rein axiale Belastung bedeutet hier also keinen Nachteil.
Zusätzlich wollte die Gruppe ein ausgefallenes Design verwirklichen, was auch gelang, denn der Rotationskörper ist tatsächlich montierbar....
... und die Reinzeichnung hervorragend ausgeführt.
Gut, wenn Frau im Praxisverbund bei einer Firma arbeitet/studiert: Der Entwurf der Studierenden wurde von der Lehrwerkstatt gebaut. Geradezu genial sind die Bügel aus Kunststoff (Schrumpfschlauch), welche auf geklemmte Stifte im Bügel gesteckt werden.
Eine CAD-Arbeit bedeutet nicht zwangsläufig eine einwandfreie Konstruktion. Hier stimmt alles, auch die Passungen für das Kugellager.
Und hier noch eine bemerkenswerte Aktion: Ein Student mit Uhrmacherausbildung und -geräten baute einen Minikreisel mit einstellbarer Spitzenlagerung in Steinen.
PS: So sehen Finger eines Professors aus, wenn Folienstifte benutzt werden.
Mangels "Gehäuse" bzw. Käfig wurde ein altes Armbanduhrgehäuse bearbeitet. SUPER!
Und das war ein Original aus dem Spielzeugladen als Vorbild. |